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Donnerstag, 17. August 2017

Baustelle - die wievielte?

Ich habe es noch nicht erzählt, aber wir leben derzeit wieder einmal auf einer Baustelle. Bei uns zu Hause sollte nach sämtlichen Renovierungen und Verschönerungen das Wohnzimmer noch ausgeweiselt werden.Vor allem deswegen, weil wir in einer Ecke Schimmel haben und der noch im Sommer behandelt werden muss, damit er dann auch wirklich wegbleibt.

Der Stress begann schon Wochen vorher, weil sich der Mann in der Opferrolle gefiel, dass er ständig nur am Arbeiten ist und ich ihm immer nur Druck gebe. Armes Häschen. Da brauchste aber gute Nerven, das auszuhalten, weil der Kerl ist aggressiv in seiner Opferhaltung.

Jedenfalls haben wir es geschafft einen Maler an Land zu ziehen. Dann meinte der Mann, dass er auch endlich den alten Laminatboden im Wohnzimmer, im Schlafzimmer und im Vorraum herausreißen möchte, weil darunter ist der grausige Teppich vom Vormieter. Und der stinkt sicher gewaltig.

Er war nicht mehr aufzuhalten und organisierte in den letzten Wochen einen Parkettboden, besorgte dieses und jenes.
Der Clou ist, dass der Maler auch ein gelernter Bodenleger ist!
Ich habe letzte Woche jeden Tag Dinge in Schachteln gepackt. 8 Kartons sind es so geworden.

Und so sind der Maler/Bodenleger und ein Helfer am Montag Vormittag angerückt.
Als ich am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kam, war bereits der Boden im Wohnzimmer verllegt  Am Dienstag würde ausgeweiselt werden und der Boden oben gelegt.

Was war dann nach dem Montag?
Die Hackler sind nicht mehr gekommen. Zuerst waren sie auch telefonisch nicht erreichbar, dann meldete sich einer, dass der Handwerker mit Fieber zu Hause liegt und nicht kommen kann. Seufz.
Alles ist möglich.
Heute weiß ich, dass er wirklich krank ist, weil er ein Arbeitskollege vom Mann ist und die beiden sich von Angesicht zu Angesicht gesehen haben. Er kann kaum gehen, weil er so schwach ist und ist zum Arzt. Ich bin gespannt, was er ihm sagt, denn Grippesymptome hat er keine.

Na jedenfalls wir leben im Chaos. Drei Zimmer leer, deren Inhalt in der restlichen Wohnung, und das ist nicht mehr viel, steht. Wir hben noch Platz für das Bett, aber dann wird es schon eng.
Unbekannt, wann der Handwerker wieder kommen kann.

Es stresst mich durchaus, auch wenn wir uns ganz gut mit der Situation arrangieren.
Ich habe mal zusammengeräumt was gegangen ist, ....

Sonntag, 13. August 2017

Konsequenz zeigen

Jetzt habe ich den geschriebenen Post gelöscht, weil er mir einfach so nichtig vorgekommen ist.
Ja ich erlebe durchaus täglich einiges, aber es ist doch immer wieder das gleiche, diee gleichen alten Kamellen.

Trotzdem, was war eigentlich so?

Am Donnerstag kam ich nach langem nachforschen endlich auf den inneren Konflikt, den ich mit dem Halbbruder in mir austrage.

Ich habe ursprünglich meinem Mann drei Jahre standgehalten, der schon 2010 den Kontakt zu diesem Geschwür aufnehmen wollte. 2013 als der Vater dann im Sterben lag, lies ich mich weichklopfen und rief das Gfrast an. Ich wollte nicht, aber mein Mann meinte, dass muss jetzt sein, die müssen auf seinem Sterbebett versöhnt werden. Scheiß drauf, gar nichts mußten sie. Der Vater hat diesen Typen nicht einmal gegrüßt, wenn er ihn sah. Gut, dass ist ein anderes Thema und man kann auch sagen, er hat als Vater versagt und zeigt seine mangelnde Liebesfähigkeit. Aber trotzdem bin ich überzeugt, dass mein Mann den Kontakt wollte und nicht mein Vater. Und auch ich wollte den Kontakt zu diesem Gfrast nicht, sondern es war die Sache meines Mannes.
Und ich meinte dann, dass ich mit einem (Halb)bruder halt irgendwie familiär umgehen muss. Hab weggesehen, wenn es um ihr asoziales Verhalten ging.
Hab ihnen auch die Stange gehalten, als mein Mann immer wieder mit dem Halbbruder Konflikte hatte. Aber eines weiß ich jetzt, es war die Sache meines Mannes mit dem Geschwür in Kontakt zu kommen und zu bleiben. "Nein, Ganga, dass kannst du doch nicht machen. Sei nicht so hart zu diesen armen Menschen. Die Frau leidet unter deinem Halbbruder, der muss geholfen werden. ... "
Was soll das?
Und wie ein Über-Ich ist dieses Muss und dieses 'Du kannst doch nicht' dann über mir geschwebt und ich habe einen inneren Konflikt nach dem anderen in mir ausgetragen.

Es geht um die Konsequenz bei mir zu bleiben. Mich ernst zu nehmen und wenn mein Mann meint, dass muss anders sein, dann ist das seine Sache und er soll es für sich manchen.

Wie oft habe ich ihm gesagt, siehst du nicht, was das für Menschen sind und er wurde aggressiv zu mir, wenn ich sie als Gratler bezeichnet habe. Irgendwann fragte ich ihn, ob er sich denn selbst als Gratler begreift, dass er es notwendig hat die anderen so heftig zu verteidigen. Dass hat ihn wohl zum Nachdenken gebracht, weil er seine Aggressivität mir gegenüber dann aufgegeben hat.

Ich bin von meinem Mann hinein theatert worden und auch der Rechtsanwalt hat gemeint, dass es die bessere Strategie ist, einfach das Testament zu ignorieren und den gesetzlichen Erbanspruch durchzuziehen. Ich hätte nicht mittun müssen. Hätte Nein sagen können. Ich will mein eigenes Ding. Jeder soll sich seines selber machen. Und das habe ich nicht getan. Obwohl ich es gewußt habe, dass ich es so machen sollte. Ich habe es gewußt und nicht gemacht und dass ist mein Fehler und meine Verantwortung!

Meine nächste Handlung wird die sein, dass ich ihm sage, dass ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben möchte, dass ich die Nase voll habe von ihnen.
Zuerst dachte ich, für diese Entscheidung und die Umsetzung brauche ich Mut, aber dass ist kein Mut, sondern es ist eine Selbstverständlichkeit, das zu machen, was ich für richtig halte.


Ich schütte Asche auf mein Haupt, verteile es auf meinen nackten Körper, wälze mich auf dem Sandboden, greife mir in die Haare, begreife meinen Körper und meine Seele, alles ist grau-schwarz, heule den Mond an, robbe über das Gras zum Feuer und blicke hinein. Es brennt, es verbrennt, wird zur Asche und ist erlöst.








Sonntag, 6. August 2017

Status quo

Hach, jetzt bin ich seit 2 Wochen wieder im Lande. Die erste Woche auf Arbeit hat mein Kopf noch nicht mitgespielt. Wenn jemand etwas von mir wollte, war ich nur desorientiert und konnte geistig nicht umsetzen was jetzt von mir erwartet wird.
Meine ehemalige Klientin und werdende Freundin Violeta stellte fest, dass es besser ist, sie kommt eine Woche später zu mir ins Büro, weil ich gerade doch stark verwirrt bin. Lach. Ist das ein gutes Zeichen, dafür das der Urlaub gelungen ist? Ich gebe mir eindeutig ein JA.

Mittlerweile bin ich geistig aber wieder im Beruf und Nebenjob angekommen. Aber was ist der Beruf, immer bewerte ich ihn als so wichtig, pfh.
Wie läuft es privat?

Tja, etwas schwierig zu sagen.

Wir hatten ja noch sehr warmes Wetter und die Abende waren extrem lau. Also einfach herrlich und ich war jeden Tag im Gastgarten. Eh immer abhängen mit den gleichen Verdächtigen.
Aber einige erhellende Begegnungen gab es auch.

Leider hat sich aber kein neuer Energieaustauschpartner ergeben und mein Mann schwächelt auch gewaltig.

Violeta soll ich endlich besuchen, damit wir entweder am Nachmittag Eis essen gehen oder an ihren freien Tag schick in das Kaffeehaus eines Nobelhotels gehen. Wir beide dann natürlich auch etwas exquisiter. Ich drück mich drum, wieso eigentlich?
Dass ist dann nicht mehr meine Stammkneipe, wo ich abhängen kann. Da muss ich mich dann schon anstrengen.

Leute fragen, wo den der Pharisäer abgeblieben ist? Maria fand die passenden Worte: Der steigt seiner Frau gerade wieder nach.
Sie hat ihn am See getroffen, mit seiner Frau und seinen 2 Schwestern, die übrigens alle beisammen wohnen! Ich lach mich schief.
Da sehe ich schon Zusammenhänge zu seiner ewigen Lügnerei. Der Typ ist zwar älter an Jahren aber in der Entwicklung steht er in den Kinderschuhen.
Und außerdem brauche ich ihm wirklich keine Träne nachweinen, denn außer seinem Stehvermögen war ich die Kreative.

Letzten Montag, ich steige vom Auto aus, winkt mir von der gegenüberliegenden Straßenseite jemand. Das ist doch der Pharisäer!  Winkt mir wie wild, als wenn wir die besten Freunde wären. Hat der sie noch alle?
Ich war verwirrt, habe ihm im weitergehen gegrüßt, dass war's. Maria sagt, wenn er etwas will, dann weiß er wo er uns finden kann.
Stimmt so. Trotzdem irgendwie schräg.

Die Verwandten musste ich auch zwei mal länger sehen. Letzten Dienstag war der Halbbruder beim Mann und sprach ihn auf eine Lebensversicherung vom verstorbenen Vater an, dass gehöre ihm Geld davon. Alter, hast du einen Schaden?
Jedenfalls brauche ich unter diesen Umständen wirklich kein Wort mehr mit dem sprechen.
Vom Homöopathen habe ich ein Mittel bekommen, weil meine Atemnot und der Druck und die Spannungen eindeutig mit diesem G'frast zusammenhängen. Aber, der Kerl ist auch meine Lernaufgabe.


Ich gehe jetzt schlafen, es ist eh schon halb zwölf. Die Zeit vergeht so schnell, wenn ich hier schreibe und morgen läutet der Wecker um 5 Uhr 30, mit dem Ziel, dass ich um 6 Uhr 30 bereits im Büro sitze. Gähn.

In diesem Sinne, gehabt euch wohl, ich wünsche euch einen schönen Tag.



bei Franziska Becker gefunden



Donnerstag, 20. Juli 2017

Verabschiedung von Griechenland

Es ist kurz nach 8 Uhr und wir treten heute die Heimreise an. Gestern haben wir alles zusammen gepackt und ich merke, als ich vorhin aufgestanden bin, dass ich auch im Auto nichts mehr zu tun habe. Die paar Handgriffe noch, wie Küchenrolle in die Fahrerkabine und Föhn und Wasserkocher wegräumen, die Kabelbox wird noch verstaut, ... sind auch gleich erledigt. Der Laptop vom Mann ist in die Bettdecke eingewickelt, unsere Pässe sind da und Geld haben wir auch noch.

Kaffee wird nicht mehr gekocht, wir gehen Frühstücken zu Alexi und genießen mit Wehmut den letzten Blick auf's Meer und die ruhige Beschaulichkeit des Dorfes.




Die Verabschiedung wird wie immer sehr emotional werden. Sowohl von den anderen Campern als auch von der Familie die den Campingplatz betreiben und zur Familie gehören alle, die Putzfrau, die Köchinnen, der Albander der hilft, die Mutter und Antoni und Aristea mit Mann und Kinder.

Auch von den Griechen, die hier Dauercamper sind werden wir herzlich verabschiedet werden. Es ist ein Geküsse und ein Umarmen, dass es nur so eine Freude ist.

Der Campingplatz ist ein Mikrokosmos und wenn einer der Stammgäste ihn verlässt, entsteht eine Lücke. Im nächstes Jahr, wenn wir gesund sind und nichts anderes passiert, sehen wir uns wieder. Ob der Mann und ich wieder herfahren? Im Prinzip ist alles offen, wer weiß, wo es einen hintreiben wird.
Ob wir alle Camper von heuer nächstes Jahr wieder antreffen werden? Man weiß es nicht. Einige sind bereits über 80 Jahre und auch wenn du jünger bist, heißt es nicht, dass du vor dem Tod oder Krankheit gefeit bist. Irgendwann wird's jeden erwischen und bei einigen ist es absehbar, dass es früher ist.

Wir werden über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien nach Hause fahren. Wenn alles gut geht sind wir morgen Abend zu Hause.

Liebe Grüße
Ganga



Dienstag, 18. Juli 2017

Zwei griechische Sängerinnen


Eleftheria Arvanitaki ist ein griechische Sängerin, die ausschließlich in griechischer Sprache singt. Ich finde keine Übersetzung ihrer Texte, weder in englisch noch in deutsch.
Arvanitaki wird dem Genre Pop zugeordnet.



Eleftheria Arvanitaki - Ton Erota rotao


Sie ist 2014 in der Carnegie Hall aufgetreten.





Haris Alexiou ist eine der bekanntesten Sängerinnen Griechenlands
und lebt in Athen.




Haris Alexiou - To Tango Tis Nefelis         




Sorbas, der Grieche

Alexis Sorbas (griechisch Alexi Zorba), der Grieche ist noch nicht in Vergessenheit geraten.
1946, aus der Feder von dem griechischen Schriftsteller Nikos Kazantzakis stammend, wurde die Figur des Alexis Sorbas von Michael Cacoyannis verfilmt.

Alexis Sorbas ist ein autobiographischer Roman von Katzanakis, lediglich die Namen der Protagonisten hat er geändert und den Schauplatz der Handlung nach Kreta verlegt.
Er hat Sorbas, der ein griechischer Bergbauarbeiter war ,1915 kennen gelernt und mit ihm in einer Kohlemine auf dem Peloponnes zusammen gearbeitet. Nachdem es einige Einstürze in der Mine gab, reisten die beiden Anfang der 20er Jahre in den Kaukassus und betrieben ein Projekt zur Rückführung der Pontos-Griechen in ihre Heimat.
Georgius Sorbas, wie er mit richtigem Namen hieß, lies sich in Serbien nieder. Gründete eine Familie und ist in Skopje begraben. Sorbas und Katzanakis standen seit der Kaukassusreise nur mehr in brieflichen Kontakt. Der Tod von Sorbas war für Katzanakis der Auslöser die Erlebnisse der beiden Freunde aufzuschreiben.

Informationen von Wikipedia





Im Zentrum steht die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und Alexis Sorbas, zwischen einem von Selbstzweifeln geplagten, intellektuellen Verstandesmenschen und einem Lebenskünstler, der seinen Gefühlen und Instinkten vertraut und in völligem Einklang mit sich und der Welt lebt.

Die Handlung dreht sich um eine Kohlemine auf Kreta, um Freundschaft, Liebe, Selbstmord und Lynchjustiz. Sorbas’ Lebensmotto „Das Leben lieben und den Tod nicht fürchten“ ist das Leitmotiv des Romans. Der Autor entwickelt darin seine Philosophie, nach der wahre Freiheit darin besteht, das Leben mit allen Freuden und Katastrophen zu nehmen, wie es ist, zu kämpfen, auch wenn eine Niederlage droht, und das Beste aus jeder Situation zu machen. Dem wird gegenübergestellt die von Aberglaube und traditioneller Frauenverachtung bestimmte dörfliche Mentalität als Beispiel für seelische Unfreiheit und Entfremdung.

Quelle: Wikipedia


Ich selbst habe den Film nur in Ausschnitten gesehen, ist aber schon lange her und ich kann mich nicht mehr daran erinnern.
Aber die Legende lebt.
Eigentlich ein Klassiker, wie "Der alte Mann und das Meer".


Montag, 17. Juli 2017

Griechischer Alltag


Der Mann von Cosmote Griechenland versucht die Telefon- und Internetverbindung ins Dorf wieder herzustellen. Dürfte aber nicht erfolgreich gewesen sein, den seit einigen Tagen bekommen wir die Internet- und Telefonverbindung über Vodafon Griechenland.
Cosmote ist übrigens eine Firma der deutschen Telekom.



Hauptstraße durch's Dorf.



Wie man sieht befindet sich auch der Zählerkasten für Internet und Telefonie hier.
In dieser Form wäre das undenkbar bei uns.
Und trotzdem haben wir nicht weniger Verbindungsausfälle als bei uns zu Hause.



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Ich habe bereits darüber geschrieben, dass hier alte Menschen mit ihren Gehhilfen im Meer unterwegs sind. Das kann nur guttun.


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Ein Leben auf dem Lande. Es ist aber ein schönes Haus wohlgemerkt.
Blumen siehst du überall, auch oft in die großen Dosen von eingelegtem Gemüse gepflanzt.


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Und überall findet man Katzen.



Mal mehr, mal weniger scheu.


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Und natürlich griechische Köstlichkeiten. Das ist ein griechischer Kaffee, groß und ohne Zucker, sketo. Er hat eine wunderbare leicht bittere Note, die nach Kakao schmeckt.
Das Gebäck dazu ist einmalig. Griechen lieben sowohl cremiges mit Vanille und Kakao als Törtchen oder trockene Kekse mit Pistazien, gezuckertem Curry, Kekse ähnlich der Madeleines, ... ich liebe diese Kekse, alle, ich habe noch keine Geschmacksrichtung gegessen, die mir nicht schmeckte. Ich könnte mich praktisch täglich davon ernähren, was ich mir aber verkneife. Seufz.



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Ich möchte das Vollmondfoto noch zeigen, weil's einfach schön war.


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Alexi Zorba, unvergessen.



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Trauer:

Ein Freund von uns, mit dem wir uns hier auf dem Campingplatz treffen wollten, ist leider verstorben. Wir waren kurz vor unserem Urlaub noch mit ihm und der Familie in Kontakt. Sein Bruder ist hier bei uns am Campingplatz.
Was ich persönlich sehr tragisch finde ist, dass ihm in einer Notoperation noch einen Teil des Fußes abgenommen wurde und ihm während dieser Op auch einen künstlichen Darmausgang gelegt wurde und die Ärzte ihm 10 cm vom Darm noch rausschnitten.
Nach der Operation wurde er ins künstliche Koma versetzt und einige Tagen später wurde er wieder aus dem Tiefschlaf geholt.
Ich mag mir gar nicht vorstellen was für ein Schock es ist, wenn du feststellst, dass du einen Seitenausgang hast und dir ein Teil des Fußes fehlt.
Die Familie hat unvorstellbares gelitten.
Letztendlich starb er vor einer Woche an einer Lungenembolie.

Ich weiß nicht wie ich in dieser Situation entscheiden würde, aber ich habe mich so über die Ärzte aufgeregt, weil sie einem schwer kranken Menschen diese Operationen noch antun. Ich unterstelle ihnen, dass sie eine bestimmte Anzahl von Operationen für ihre Facharztausbildung brauchen und auch das Krankenhaus muss wegen der Fördermittel genug Operationen nachweisen. Otto kam ihnen da genau recht. Und als Familie stehst du ja so und so unter Schock und kannst im Prinzip nicht wirklich eine Entscheidung treffen.

Otto ist 58 Jahre geworden, kein Alter, und es hinterlässt große Betroffenheit hier bei uns am Campingplatz. Ein Kranz wurde von uns angeschafft, da sich hier ein buntes Volk trifft bekam die Familie gemalte Karten, eine geschmiedete Laterne und Anteilnahme.
Der Bruder Alfred ist gestern wieder in Thesaloniki gelandet. Ich meine, dass diese gemeinsame Trauerarbeiten für alle gut ist.

Ich sag mal auch wenn im Urlaub ein Teil mehr heile Welt sein kann als im Alltag zu Hause, das Leben bleibt nicht stehen.








Samstag, 15. Juli 2017

Der Pharisäer - ich nähere mich dem Höhepunkt

Und wo ich mir vom Pharisäer schon einmal eine körperliche Kostprobe holen konnte, wollte ich auch wissen, wie es denn so ganz mit ihm ist. Eigentlich wäre das auch die logische Folge, aber so einfach machte es mir dieser Typ nicht.
Und alleine das ich das jetzt so schreibe zeigt mir mittlerweile die Manipulationen dieses Menschen auf. Und ich quälte mich damit herum, was ich falsch gemacht habe!

Der Kerl machte sich nämlich wieder rar und so nach 2-3 Wochen gab ich meine Distanz auf und schrieb ihm eine Nachricht: Wie geht's bei dir?

Anrufen habe ich mich nicht getraut, denn ich wollte ihm ja nicht auf den Pelz rücken, ihn nicht bedrängen und nicht ängstigen.
Wenn denn das Haserl (ähm, ich kann mir diesen Ausdruck nicht verkneifen) eh schon so sensibel ist, möchte ich ihn mit meinen Forderungen nicht abschrecken.
Bei einer schriftlichen Nachricht kann er sich aussuchen ob und wann er sie beantwortet. Der Kerl hat sich immer drei Tage Zeit gelassen zum Öffnen und drei Tage zum Antworten. Das wenigstens habe ich als Hinhaltetaktik verstanden, ist ja auch noch einfach zu durchschauen.

Das Warten auf irgendjemanden liegt mir einfach nicht. Und im Prinzip gehe ich davon aus, dass, wenn ich jemanden sehen und treffen möchte ich dies auch äußern kann und nicht darauf warten muss, dass der Gnädige sich bei mir meldet.
Aber bei diesem Kerl wurde ich unsicher und weil er sich so verhielt kam ich mir sehr massiv und fordernd vor!!!
Der Kerl hat es verstanden eine pseudo Nähe aufzubauen durch Versprechungen und Zusagen um sich dann aber zu entziehen, weil er ja wichtiges zu tun hat.

Auf einmal fühlte ich mich in einer Jägerinnen-Rolle, was ein schlimmes Gefühl war, denn das Wild läuft vor dir her, versteckt sich, tarnt und täuscht und entweder entkommt es oder du kannst es erlegen.
Das bin doch nicht ich.
Ich habe mich nicht wieder erkannt und genierte mich im Prinzip für dieses mein Verhalten. Ich kam mir so komisch vor.
Und ich verstand überhaupt nicht was dieser Mann da in mir auslöst.
Aber ich wollte ihn einfach körperlich kosten, den Brand den er entfacht hat, ganz brennen.

Und ich erinnere mich, dass er einmal sagte, dass er will, dass ihm die Frauen nachlaufen.
Na perfekt, das habe ich ja gut hinbekommen.
Der Typ hat ganz genau gewusst was er ausgelöst hat und hat es genossen und wie ihr sagt, die Typen sagen es einer eh schon ihm vorhinein wie sie ticken, da muss man nur zu hören und das ernst nehmen. Das wollte ich wohl nicht, da war zu viel an Glamour da.

Wir könnten uns da und dort in einem Hotel oder Gasthaus treffen. Einen Nachmittag miteinander verbringen, uns Zeit lassen, alles ist schön.
Ja und wieso macht er keinen Termin aus?
"Doch Ganga, ich meine es ganz ernst" und als er wieder davon schwärmte buchte ich ein Zimmer.

Ich war sehr sehr nervös und es stellte sich heraus, dass das um sonst war, denn er hatte keine Zeit. Nicht das er abgesagt hätte, ich habe ihn einige Stunden vorher angerufen ob der Termin steht. Nein, er hat wichtiges anderes zu tun.
Ich war fassungslos, blieb aber gelassen. Kein Schreien, kein Toben, kein an die Wand klatschen. Er hätte mir das einige Stunden früher sagen sollen, denn ich muss das Zimmer stornieren, kostenfrei wenn es geht.

Wir hatten noch einige solche "Missverständnis Termine". Auch ich versetzte ihn zwei Mal, und war dann erstaunt als er mich anrief, wo ich bliebe.

Na ja. Irgendwann, wieder nach so einem Missverständnistermin, rief er mich an wo ich bin? Ich meinte, dass ich ihn nicht mehr ernst genommen hatte. aber, dass er bleiben soll wo er ist, weil wenn er schon da sei, lasse ich ihn nicht wieder ziehen, .......
Ich riss mir den Arsch auf, verschob kurzfristig meine Termine, lies alles liegen und stehen und eilte zu dem Kerl. Ein schlechtes Gewissen hatte ich noch, dass ich ihn nicht ernst nahm.

Jetzt wird's etwas intimer, aber ich muss es unbedingt aufschreiben, braucht ja niemand weiterlesen der nicht möchte:
Der Akt an sich war zwar gut, aber auch weil ich aktiv war, und er aber wußte wie's gehen sollte (leicht kryptisch, unten beschreibe ich wieso). Ich fühlte mich trotzdem sehr gut und war glücklich, über einige Dinge sah ich hinweg. Die Feinheiten fehlten mir, das Begehren von Körperteilen,...

Irgendwann, einige Wochen später, meinte er, dass ich "gearbeitet" habe, er sich dort wo wir waren nicht entfalten konnte. "Ganga, du hast mich .... "
Jetzt könnte mir sicher eine Kerbe in meinen Bettpfosten schnitzen!

Das stimmt, gearbeitet habe ich, er ist nur da gelegen, und das kam mir auch leicht komisch vor. Eins kann er aber wirklich und dass ist, eine Erektion auf 2 Stunden zu halten. Und er weiß was gut tun kann, so von wegen G-Punkt, aber, dass muss er auch wissen, denn sonst kann er nicht auf seine Kosten kommen und verliert sich in der Frau.
...
Der Kerl ist beschnitten und mir wurde sofort klar wieso. Nicht weil er ein intensiveres Gefühl für die Frau haben wollte (wie er immer sagt), sondern weil sein Pimmel sehr sehr kurz ist und wenn Mann dann auch noch Vorhaut hat, vielleicht sogar zu viel, dann bleibt vom eigentlich Glied nicht mehr wirklich was für eine Sexualpartnerin übrig!
Einfach gesagt, dann kann dieser Mann nicht mit einer Frau vaginalen Verkehr haben, sein Pimmel ist zu kurz.

Mensch, ich hab den Typen jetzt in der Hand.
Der tönte in den letzten Jahrzehnten bei seinen Bekannten, was alles an Frauen so schön und begehrenswert ist und die fragten sich immer zu, ob er wirklich so gut im Bett ist, wie er behauptet.
Die würden sich doch kugeln vor Lachen, wenn sie wüßten, dass er sich beschneiden lies, damit er und seine Partnerin beim Sex überhaupt etwas spüren.

Im Prinzip ein Trauma für einen Jungen. Und auch wenn sie älter werden und trotz Bildung und besseres Wissen spielt die männliche Ausstattung immer noch eine große Rolle in den Köpfen von Männern und Frauen.

Ich will jetzt auf keinen Fall eine Lanze für ihn brechen, denn das was er mit mir gemacht hat ist nicht zu entschuldigen und gerade wenn da eine Wurzel liegen würde, bräuchte der Kerl eine ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst.

Ich hätte nichts anders machen können, dass die Situation besser gelaufen wäre (ausser ihm natürlich einen Arschtritt zu geben und ihn von meiner Schwelle zu kicken).
Mein Fehler war, dass ich seinem Gequatsche Glauben schenken wollte.
Es zeigt mir auf, was für mich wichtig ist und das es dazu einen bessere "Karotte" braucht.
Mal sehen was sich da tun wird.




Ich kann's mir nicht verkneifen, aber es ist auf keinen Fall sexuell motiviert.



Donnerstag, 13. Juli 2017

Pharisäer - so geht's weiter


Ich lese in den What's App Nachrichten vom März weiter und finde zwei Videos. In dem einen Video erscheinen immer wieder Texte mit Blumen im Hintergrund, die von Freundschaft und Liebe sprechen und was für ein kostbares Gut das ist.
Als ich das Video bekam, war ich schockiert wegen des Schmalzes. Ich habe es dann aber auf sein höheres Alter zugeschrieben. Einige Zeit später habe ich auch erfahren, dass er sich auf Liebesschnulzen steht. Aber gut, was nimmt eine nicht alles in Kauf, wenn sie sich vor der Erfüllung ihrer Wünsche sieht.

Obwohl ich mich wegen des Textes geniere, schreibe ich den Beginn des Videos trotz dem auf, weil die Sache gehört bearbeitet und aufgeklärt und es ist wie es ist:
"Bescheidenheit ist ein kostbares Gut, Bescheidenheit ist gelebtes Glück.
Die höchste Weisheit ist Freundlichkeit.
Weglaufen vor der Wahrheit ist weglaufen von dir selbst.
Die Vergangenheit ist das einzige in deinem Leben, dass du nicht mehr ändern kannst.
Die Erinnerung die du später haben willst, musst du jetzt in die Tat umsetzen.
Ein Optimist irrt sich ebenso wie ein Pessimist ...aber er ist glücklicher ...
Alt werden ist keine Kunst aber damit umzugehen ist eine ... 
Hoffnung ist ein Vorschuss auf das zukünftige Glück.

und so geht's noch weiter.

Dann schreibt er dazu den folgender Nachrichten Text:
     Du bist nicht alleine!!! Ich bin in meinen Gedanken bei dir! Pharisäer

Ich war bereits damals (6.März 2017) sehr irritiert, den ich fühle mich grundsätzlich nicht alleine und auch von ihm nicht alleine gelassen, nur verarscht.
Und ich hatte damals schon die Vermutung, dass ihm dass von anderen Frauen und auch seiner Angetrauten vorgeworfen wurde. "Du läßt mich alleine".
Ich erinnere mich jetzt daran, dass ich mit ihm und Maria vor Zeiten zusammengesessen bin und er meinte, dass ihm eines leid tue, nämlich dass er einige Frauen einfach stehen gelassen hat und das haben sie nicht verdient. Er wirkte ehrlich in dem wie er es sagte.
Jetzt könnte ich sagen, dass ich für ihn eine Chance gewesen wäre, sein Verhalten zu ändern. Sein Karma zu verändern. Man fragt sich ja, wieso es das geben kann, dass Kreaturen wir Bären in Russland jämmerlich geschunden werden.


Im zweiten Video geht es darum, dass ein älterer Mann der Fußballjugend zeigt, welche Tricks er beim Kicken drauf hat. Es ist sehr spaßig und flott.
Ich fragte mich, was mir das sagen soll?
Das auch ein älterer Mann noch was zu bieten hat?
Er halt nicht mehr so spritzig ist wie mit 20 oder 30 (oder 40). Möglicherweise.
Der Pharisäer ist 64.

Wir trafen uns an diesem Tag zum ersten Mal ganz alleine und gingen  Essen. Und auch das ist auf meine Initiative hin gewesen.
Das Gespräch an sich war komisch, denn wir redeten 3 Stunden über seine Heizung, über die Waldpflege,... und anderen Schmarrn. Ich saß wie auf Nadeln und dachte mir, wann kommt er endlich zu Sache und spricht über uns. Dass kann er doch sonst auch so gut. Aber das ist dann halt in einem öffentlich Raum, da muss er keine Angst haben, dass er beim Wort genommen wird. Und ich hatte Angst, dass ich ihm zu viel werde, und wollte die Initiative nicht ergreifen..
Erst bei der Heimfahrt wurde es etwas körperlicher und ich schwebte dann einige Tage auf Wolken.
Dieses Gefühl lies mich bei der Stange bleiben. Ich fühlte mich so lebendig.

Aber auch hier war es so, er nahm sich sehr zurück und ich konnte nichts anderes machen, als mich auf ihn zu stürzen.
Es war mir dann sehr peinlich.
Er meinte, dass er sich das genau so mit mir vorgestellt hatte.
Ja, ja, eine Phantasie hat er immer schon eine reiche gehabt.
Und trotzdem schaffte er es, dass ich vollkommen abgehoben habe. Oder war das zum Schluss ich selbst. Was hat er eigentlich dazu beigetragen? Eigentlich nichts. Ich war nur plötzlich auf der Jagd und wollte mein Wild erlegen. Echt eine komische Sache.

Mensch, wenn ich das niederschreibe komme ich mir vor als wie wenn wir in der Pubertät gewesen wären, nur mit umgekehrten Rollen.
Mann traut sich nicht, ziert sich, wie ein junges Mädel.
Und auch das kam mir schon komisch vor. So ein Verhalten verstehe ich einfach nicht, denn wenn der andere wirklich möchte, steht er auch auf der Matte.

Aber er hat immer wieder genau die richtige Dosis gefunden, mir die Karotte vor die Nase zu hängen, damit ich dran bleibe. Und ich war bedürftig und hoffte darauf, dass zu bekommen was er mir versprach und was ich ganz kurz auch körperlich kosten durfte.

Und ich als Frau meine eigentlich, wenn jemand etwas von mir will, dann rührt er sich wenigstens per What's App oder sonstiges. Nein, gar nichts ist gekommen. Ich schrieb ihm, was er denn so macht.
Dann schickt er mir Fotos, dass er viel Schi gefahren ist und sich immer wieder bei seinem Sohn in den Bergen aufhält. Alles ganz unverfänglich.
In den Monaten zuvor hat er noch stundenlang mit mir telefoniert und jetzt bekomme ich tolle Aufnahmen von seinen Aufenthalten aus den Bergen. Eigentlich interessierten sie mich nicht und ich fragte mich, was ich damit anfangen soll.

Aber ich wollte nicht kleinlich sein und habe seine Aufenthalte bewundert.

Ich habe doch eine an der Klatsche gehabt!



Pharisäer - zu Anfangs

Dann schreibe ich halt, was mich sonst noch beschäftigt. Klar kann ich sagen, alles was an Baustellen da ist, wird nach dem Urlaub neu behirnd. Aber ich sehe keinen Grund noch länger darauf zu warten, denn wenn ich zu Hause bin, bin ich auch gleich wieder im Alltag und habe wieder keine Muße.
Mein Kopf ist relativ frei. Körperlich spüre ich aber die Spannungen und ich bin dazu gekommen, dass die auch nicht weggehen werden solange die Baustellen noch am  Laufen sind.

Und die Geschichte mit dem Pharisäer hat nicht wenige ungute Spuren hinterlassen. Das es das gibt, dass mich dieser Betrug noch immer beschäftigt.
Ich ärgere mich ja auch über mich selbst, weil zu Anfangs nahm ich ihn lange Zeit nicht ernst und dabei hätte ich bleiben sollen. Ich hab es doch eh gewusst und trotzdem schenkte ich ihm irgendwann Glauben, weil es so schön gewesen wäre. Ja, ja. 

Ich neige immer noch dazu von einer Beziehung zu sprechen.
In Wikipedia definiert sich "Beziehung" folgendermaßen:

Eine Liebesbeziehung (kurz: Beziehung; auch: romantische Beziehung) ist ein emotional und sexuell intimes Verhältnis zwischen zwei Personen, das durch gegenseitige Liebe und erotische Anziehung, durch Mitfühlen, Interesse und Fürsorge geprägt ist. Liebe kann in einer Liebesbeziehung als Verliebtheit oder Leidenschaft, aber auch als stille innige Zuneigung in Erscheinung treten.[1] Liebende sind einander in wechselseitiger empathischer Aufmerksamkeit zugewandt (Rapport), einer Form von Umgang, die Wohlgefühl, Behagen und Harmonie hervorbringt und ähnlich wie die frühe Eltern-Kind-Beziehung in Vertrauen und Bindung einmündet.[2]

Und das beschreibt in keinster Weise, das Verhalten vom Pharisäer.

Bei mir wurden meine Sinne angesprochen, was mir körperlich und seelisch gut getan hat. Es wäre für mich eine Bereicherung gewesen.

Und dann bin ich sehr unsanft auf dem Boden der Realität aufgeschlagen. Obwohl mir ja schon immer wieder so einiges komisch vorgekommen ist, aber meine Bedürftigkeit war größer als mein Hirn.

Ich habe mir die What's app Nachrichten vom Anfang der Verlogenheit angesehen und greife mir auf's Hirn.
Da umgarnte mich der Pharisäer damit, dass er meinte, er möchte gerne mit mir in eine Therme fahren, ob ich mitfahre. Ich habe zugesagt und dann schickt mir der Pharisäer Fotos und Nachrichten von den Termen in die er gefahren ist, alleine. Ja hat der Typ einen Klescher, habe ich einen Hau gehabt. Lädt mich ein und wenn es dann konkret werden sollte, dann bekomme ich Fotos von seinen Thermenbesuchen!
Was für eine Frechheit sondergleichen und ich bedürftige Frau, will ihn nicht verschrecken und haue ihm die Fotos nicht um die Ohren. Im Prinzip hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt jeden Kontakt und jede Einflüsterung in meine Ohren verbieten müssen.


Aber da war es für mich schon zu spät, den zur körperlichen Empfindung ist ein Art von Liebe dazugekommen, was für mich grundsätzlich in Ordnung wäre. Nur nicht bei diesem Menschen, dessen Verhalten auf Angst, Lug und Betrug aufgebaut ist.
Und doch ist es leider passiert.





Cosmote Griechenland fällt ständig aus


Seit einigen Tagen haben wir massive Schwierigkeiten mit der Telefon- und Internetverbindung über Cosmote Griechenland. Irgendwo in den Bergen dürfte ein Gewitter gewesen sein und Blitzeinschläge haben die Leitungen lahmgelegt. Im Dorf beim Zentralschalter, war der Mann von Cosmote bereits unterwegs und versucht zu reparieren.
Leider lassen sich die aufgenommenen Fotos nicht hochladen, den das ist für den Server Zuviel und er fällt wieder aus.



Sonntag, 9. Juli 2017

Früh am Wasser

Die Delphine waren im Golf aber kamen nicht in die Bucht.

Die Fotos sind von heute um 7 Uhr griechischer Zeit. 6 Uhr dann bei uns zu Hause. Es ist unbeschreiblich für eine Binnenlandfrau wie mich, wie viele Farben Blau haben kann.

Ich habe die Fotos nicht nachbearbeitet, nicht geschärft und die Einstellung an der Kamera war auf Natürlich und Tageslicht. Ich kann's immer wieder nicht glauben, dass es so aussieht wie es hier aussieht.



Man beachte das kleine bunte Boot. Es ist aus den 80er Jahren und hat 9 Betriebskilometer auf dem Buckel. Abgesehen von dem ganzen motorischen Schätzen geht es mir um das Design. So etwas schnittiges siehst du heute im Tagesgebrauch nicht mehr.







Man beachte die Seemöwe!




Ich bin in den nächsten Hafen geeilt, aber der Kutter ist vorbei gefahren.
Es gibt keinen Fisch auf dem Tisch.





Samstag, 8. Juli 2017

Der Mond und ....


Nachtaufnahmen gelingen mir immer noch nicht wirklich. Das Licht konnte ich gut einfangen, aber eine andere Einstellung passt nicht, weswegen das Bild unscharf ist. Aber bis Vollmond habe ich ja noch einige Stunden.




Bewusst zu werden heißt nicht immer nur,
 dich selbst besser zu verstehen, 
deine Motive zu prüfen, 
zu wachsen und zu reifen.
 Es kann auch das Stillstehen sein, 
dieses Ruhen im Herzen der Welt, 
und von dort aus das Leben wahrzunehmen 
ohne zu urteilen und zu vergleichen, 
ohne Feststellungen und Einschätzungen zu suchen, 
und dann am Ende über das Denken hinauszugleiten, 
wie ein Schiff, das aufs Meer treibt. Da gelten nicht mehr die Regeln des Festlandes, 
nicht mehr die Sicherheit des Bekannten,
 nicht mehr die Spuren im Sand, 
sondern nur noch die Weite, die Gischt der Wellen, 
das Licht am Horizont. Da tritt das Große, 
das keiner Erkenntnis gleicht,
 ins Bewusstsein. 
Da leuchten nachts die Sterne 
im stillen Wasser.


(*1942), Fotograf und Schriftsteller
gefunden bei Aphorismen.de



Meeresimpressionen




Die Hitzewelle ist vorbei, die Luft hat nicht mehr 48 Grad sondern nur mehr 32.
Das Wasser ist frischer und hat wieder eine Klarheit, unbeschreiblich.

In der Früh um 7 Uhr kam ein Schwarm Delphine in den Golf herein. Es werden so um die 80 bis 100 Tiere gewesen sein.
Es ist einer der erhebendsten Augenblicke Delphine beim Schwimmen und Springen zuzusehen.




Ich bin ja kein Fan von motorbetrieben Booten. Nur just vor fun, damit man in Buchten hineinschippern kann.
Klar, da gibt es schon viele Buchten, die du nur so erreichen kannst. Einsam gelegen, toller Strand, klarstes Wasser und es ist auch toll, wenn du da mitten auf dem Meer bist, ringsum nur dieses Flirren in der Luft und die Bewegungen des Wassers.
Zum Glück hält sich dieser Bootstourismus hier sehr in Grenzen.




Leider kein Delphin, aber auf diesem aufblasbaren Brett komme ich mir auch schon toll vor. Da kniest oder stehst du drauf und paddelst mit einem Ruder. Hat auch etwas erhabenes :-)




Unsere Hündin Ella hat es geliebt hier zu schwimmen.




Mittwoch, 5. Juli 2017

Strandspaziergang





Ich habe die ideale körperliche Bewegung für mich gefunden. Strandspaziergänge.
Durchaus anstrengend, extrem gut für die Muskulatur der Beine und des Rückens und überhaupt, weil wenn ich so durch den weichen Sand und Kies stapfe brauche ich auch ganz schön viel Kraft um mich auszubalancieren.


Foto: Ganga

Zufrieden bin ich damit, dass ich hier bleiben kann und keine Ausflüge machen muss. Ich will keine unnötigen Anregungen von aussen bekommen. Davon hatte ich zu Hause monatelang, wenn nicht sogar jahrelang genug.
Ich bin zufrieden, dass ich meine Bar gefunden habe, dass ich am Strand spazieren gehen kann. Leute kenne ich am Campingplatz und im Dorf einige.
Ich drehe meine Runden, bleibe da und dort auf einen Schwatz stehen. Umgekehrt ist es auch so, Leute besuchen mich und den Mann und man trinkt Kaffee und schwätzt miteinander. Dann geht jeder wieder seines Weges.



Foto: Ganga

Die Dusche am Ende des Weges. Mehr braucht's nicht zur Abkühlung. Das Meer ist bereits zu warm.

Foto: Ganga




Dienstag, 4. Juli 2017

Das Meer vor der Nase


Foto: Ganga
Direkt im Dorf gehst du auch Schwimmen. Wieso in entlegenere Buchten fahren, wenn das Gute ist hier so nahe.
Die alten Omas mit ihren Rollatoren gehen hier ins Wasser. Aber ich habe es mir nicht getraut sie zu fotografieren, obwohl sie mich anlachen.


Foto: Ganga
Hüte gerade beim Schwimmen aufzuhaben ist hier nichts ungewöhnliches.

Foto: Ganga


Foto: Ganga
So einen Griechen siehst du auch selten. Er und seine Familie sind Dauercamper hier mit Wohnwagen und Zelt. Ich kenne ihn nicht mit Namen, aber ich weiß, dass er im nahegelegenen Militärstützpunkt beschäftigt ist. Der lebt seine Tarnung mit Herz und Seele.


Foto: Ganga
Wasserspiele. Durch die hohen Temperaturen ist der Himmel sehr dunstig, obwohl keine Wolke zu sehen ist.


Foto: Ganga
Der Mann hat mir gefallen. Ist einmal etwas anderes.





Sonntag, 2. Juli 2017

Das Gefühl des Lebens


Foto: Ganga

Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch eine Bar gefunden hätte. Eine die nicht schick ist, sondern wo die Einheimischen sich am Vormittag treffen. Da triffst du dann auch mich. Nein, Schmäh ohne, aber mir macht es Spaß gerade dort zu sitzen.


Das Glück so nahe
ein Lüftchen um die Nase
der beste Platz jetzt.



Foto: Ganga

Die üblichen Verdächtigen. Der Pope fehlt mir heute.

Als in den letzten Jahren die finanzielle Depression extrem präsent war, sah man zwar die Leute nicht mehr essen gehen, aber die Bars waren voll wie eh und je.
Die Menschen tranken ihren Kaffee, nicht mehr drei oder vier Tassen aber ein oder zwei.

Der Grieche läßt sich sein Lebensgefühl nicht nehmen.



Samstag, 1. Juli 2017

Heißes Griechenland

Neuer Hitzerekord,

aber darum bin ich auch um diese Jahreszeit nach Griechenland gefahren, weil mir das unbeständige Wetter bei uns auf den Geist geht.
Ich brauche Hitze. Warm muss es sein.
Durch die trockene Luft am Tag hält man es auch ganz gut aus.





Heute brauchte ich die Geräte am Tag nicht anschalten, weil es einfach zu heiß war. Das Gehäuse vom Laptop war heiß, obwohl er im Schatten lagerte. Das Handy lädt sich nicht mehr wirklich auf, weil es brennend heiß ist, trotz Schattenplatz.

Ich muss sagen, mir geht es gut bei der Hitze. Ich geniese die warme Meeresluft und liege im Schatten unter der Olive. Manchmal zieht ein heißes Lüftchen vorbei, an sonst ist es ziemlich windstill.



Foto: Ganga
Ich hören viele Zikaden singen und der süße Duft vom nahen Feigenbaum schmeichelt mir um die Nase. Ich sag euch, dieser Duft nach reifen Feigen ist unbeschreiblich gut. Auch wenn sie noch nicht reif sind, verströmen sie in der Kombination mit der Sonne und der Wärme diesen intensiven Duft.


Der Feigen Duft süß
macht Lust auf Leben und Liebe
ich bade darin.




Freitag, 30. Juni 2017

Fischers Fritze


Foto: Ganga


Fischers Fritze fischte
frische Fische, frische
Fische fischte Fischers Fritze.
Zungenbrecher



Foto: Ganga


Das Meer so blau
Der Steg, der Weg zum Ziel
Fisch auf dem Tisch




Donnerstag, 29. Juni 2017

Auto, die Zweite.

Ich mache es jetzt kurz: Gestern ist der Mechaniker auf den Campingplatz gekommen und hat mit seinem Computer einen Reset bei der Elektronik unseres Autos gemacht.

Wir vereinbarten, dass wir einige Kilometer mit dem Auto fahren sollen. Funktioniert alles ist es in Ordnung, wenn nicht, dann sollen wir zu ihm in die Werkstätte kommen.

Wir also aussen alles abgebaut (Markise, Sommerzelt, Wäscheleine, Abwassertank,...) und das Auto auch innen fahrsicher gemacht. Dann sind wir los und was sage ich, natürlich war es das alte Leiden.
Das Auto hustete und prustete und stieß schwarze Wolken aus.
Die Angst die ich hatte, dass wir auf der Strecke liegen bleiben. Vor allem das Ungewisse, was mit dem Auto los ist und wie es weitergehen wird.

Wir haben im nächsten größeren Dorf an einem Bankomaten Geld geholt, weil wir damit gerechnet haben, dass es eine teure Reparatur werden wird.

Zurück hat sich das Auto über Hügeln quälen müssen, bis wir bei der Werkstatt ankamen.
Ich spar mir das ganze ausführliche wie es dort war. Nur so viel, der Mann hatte so viel inneren Stress, dass er bereits bei der Autofahrt sein erstes T-Shirt durchgeschwitzt hat.
Ich habe ihm dann immer wieder ein trockenes gereicht.

Kurz und gut, das Auto hat keine groben Probleme und wir somit auch nicht. Der Luftschlauch vom Turbo hat einen Riss bekommen und so hat er falsch Luft angesaugt und der Turbo konnte nicht mehr richtig funktionieren.
Der Mechaniker hat dann innerhalb einer halben Stunde einen provisorischen Schlauch gelegt und Schläuche für unseren Ford Turbo geordert.
Und wir konnten mit dem Auto wieder an den Campingplatz zurück fahren. Das war ja mir ein großes Anliegen.

Wie immer ist es auch hier in Griechenland so: In Volos ist die Zentrale von Ford in Griechenland, mit Werkstätten. Wenn wir uns für einen Originalshlauch von Ford entschieden hätten, müßten wir 14 Tage darauf warten! Der Schlauch müsste nämlich aus Belgien geschickt werden.

Die können uns alle Mal und Räuber sind sie auch noch, den Ford verlangen das dreifache für den Originalschlauch nur weil Ford draufsteht. Habe ich einen Oldtimer wo ich mir's auf die Originalersatzteile stehe? Nein.
Also gibt's einen Schlauch von Costas. Der hält auch.

Trotz der wirklich guten Nachricht gestern vom Mechaniker, haben bei mir am Abend auf einmal die Nerven ausgelassen.




Mittwoch, 28. Juni 2017

Ich sitze jetzt um 19 Uhr 30 griechischer Zeit am Campingplatz, es hat noch immer 32,5 Grad und ich habe eine lange Hose, ein langärmeliges Hemd und Socken an, weil mir kalt ist. Ich dreh noch durch.




Spannende Reise nach Griechenland

Jetzt bin ich bereit über unsere Fahrt nach Griechenland zu schreiben. Die Anspannung, die Angst läßt ganz langsam nach.

Vor cirka einer Woche:

Der Mann und ich sind über Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien 1670 Kilometer nach Griechenland gefahren.
In Serbien höre ich, dass das Auto Probleme beim Luft holen hat, wenn der Mann Gas gibt. Der Motor läuft zum Glück rund aber wenn er seine Luft abgibt hustet er schwarze dicke Rauchwolken aus dem Auspuff. Und da fährst du auf der Autobahn und alles wird schlimm. Die Angst, dass das Auto gleich nicht mehr weiterfährt, Motorschaden,...... wo gehst du dann hin, wer schleppt dich ab, wo ist die nächste Werkstatt, ... auch wenn man bei einem Automobilclub dabei ist, Stress bleibt Stress.

Ich sag zum Mann, er soll doch unseren Nachbarn, den Autoschrauber anrufen, einfach um eine Meinung einzuholen. Der Mann schreit mich an, das der uns auch jetzt nicht helfen kann. Ich schreie den Mann an, dass es immer gut ist, mit jemanden zu sprechen der sich mit Autos auskennt, denn wir wissen nicht ob wir so weiterfahren kann.
Also zuerst haben wir uns selbst mal richtig fertig gemacht.

Und immer die Angst im Nacken. Wir fahren weiter, schaffen wir es bis zur nächsten Raststelle, zum nächsten Parkplatz, zur nächsten Ausfahrt oder gibt der Motor oder was auch immer verantwortlich für das Problem ist, auf und wir kommen mitten auf der Autobahn zum Stehen.

Der Wagen hält und wir kämpfen uns vorwärts. Mit 80-90 Km/h läuft er relativ rund. Der Mann will ihn aber nicht ruhig laufen lassen sondern gibt immer wieder Gas, was mit pechschwarzen Abgaswolken gekontert wird. Er meint, dass im Treibstoff Schmutz ist und der Motor diesen verbrennen will.

Also wir sind nur mehr am streiten und am gegenseitig anschreien. Für mich ist klar, wenn es an einer Verschmutzung liegen würde, wäre die schon längst abgebrannt.

Und wir kommen an die Grenze von Serbien und die Mazedonier lassen uns trotz schwarzer Abgaswolken einreisen. Das Auto hustet und spuckt, weil wir im Stau fahren.
Ich bin fertig mit der Welt.

Jederzeit kann es vorbei sein.

Irgendwann gibt der Mann seinen Widerstand auf und schaltet den Tempomaten bei 90 Km/h ein. So wird die Weiterfahrt etwas entspannter.
Wir passieren die Grenze von Griechenland. Es ist bereits 18 Uhr und ich merke die beginnende Dämmerung. Vor uns liegen noch 320 Kilometer bis zu unserem Zielort.
Ich rufe Antonis und Aristea an und erzähle ihnen, was für ein Missgeschick wir haben. Wir wissen nicht, ob wir noch bei ihnen ankommen und wenn ja, wann.
"Kommt einfach, wir warten auf euch."

Und das Auto kämpft sich Kilometer um Kilometer weiter. Der Mann sitzt angespannt hinterm Lenkrad, wir sind vollkommen fertig, wenn es wieder hustet und schwarze Rauchwolken aus dem Abgas kommen.

Die Nacht kommt im Süden schneller als bei uns und auf einmal ist es finster. Wir sind 30 Kilometer vor Volos und es ist 22 Uhr 30. Antonis ruft an, wo wir sind. Im Prinzip wissen wir es nicht genau.
Er meint, er wartet auf uns.

Und tatsächlich wir schaffen es und sind um 23 Uhr 30 am Campingplatz.
Wir sind fertig mit allem.
Nur mehr das Auto abstellen und froh sein, dass wir hier angekommen sind. Alles weitere wird sich weisen.


Ich drücke jetzt auf den Button Veröffentlichen, denn die Sache macht mich noch immer fertig.

Wo ist das Urlaubsfeeling? Irgendwie noch nicht angekommen.